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Verglichen mit anderen Ländern ist die Zahl der echten Großstädte in Deutschland eher überschaubar. Umso spannender ist es, die großen und weniger großen Metropolen in Ost und West, Nord und Süd neu oder wieder neu zu entdecken. Selbst altbekannte Gegenden hüten dabei so manches Geheimnis, das bekannte Sehenswürdigkeiten und Urlaubsorte in ganz neuem Licht erscheinen lässt.




Im Westen viel Neues

Die westdeutschen Großstädte sind in der Regel bekanntes Terrain. Jeder Besucher kennt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Traditionen in München, die kulinarischen Besonderheiten und fantastischen Museen in Frankfurt/Main, den Dom und die urigen Kneipen von Köln und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Hamburg, der Hansestadt, die Understatement und unprätentiöse Lebensart für sich gepachtet hat. Spannender als die altbekannten Plätze zu besuchen ist es daher, besondere Ecken, Kieze und Trends zu erkunden. Kennen Sie eigentlich das Belgische Viertel von Köln, den auch von Kölnern heiß geliebten Szenekiez mit guten Kneipen und Restaurants? Den wohl besten Blick auf Rhein und Dom hat man übrigens vom Marienburger Bootshaus, wo grandiose Ausblicke, wunderbare Sonnenuntergänge und eiskaltes Kölsch für den 80er-Jahre-Chic entschädigen. In Hamburg zählt die HafenCity zu den neuen Aushängeschildern der Stadt. Das brandneue Stadtviertel steht in krassem Kontrast zu traditionellen Schätzen wie dem Treppenviertel von Blankenese, den Gründerzeitvillen an der Alster und der einzigartigen Speicherstadt. Übrigens: Ganz neue Eindrücke ergeben sich u.a. bei einer Rundfahrt auf dem Wasser, etwa mit einem Wassertaxi oder Ausflugsboot, oder bei einer Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus. Interessierte finden auf der Seite hamburg-citytours.de weitere Informationen.

Unbekanntes in Ostdeutschland

Unter den ostdeutschen Städten sticht Berlin wie ein Leuchtturm hervor. Die deutsche Hauptstadt ist immer ein wenig dreckig, roh und abgeklärt, verzaubert aber auch mit unendlicher Energie, Vielfalt und Radikalität, die an jeder Ecke Neues ans Tageslicht bringt. Ob Pop-up-Galerie oder neue Modelabel, Underground-Partys oder Kunst von Weltrang – hier ist eine einzigartige, sich ständig ändernde Melange verschiedenster Kulturen zu finden, die das Stadtbild und Flair der unterschiedlichen Viertel täglich ändern.
Wussten Sie eigentlich, dass echte Trendsetter eher nach Leipzig als nach Berlin fahren? Die Sachsenmetropole ist zwar die Heimat der Thomaner und als Bach-Stadt weltbekannt – in Leipzig ist aber auch eine junge, kreative Szene zu Hause, die neues Leben in alte Gemäuer bringt. Und damit ist nicht das alljährliche Wave Gotik Treffen gemeint: Die Stadt ist Anziehungspunkt für junge Kreative, die hier relativ ungestört Kunstzentren und Kreativwerkstätten betreiben, Startups gründen und ganz einfach entspannt leben können. Die Clubs der Stadt sind schon lange für ihre fantastische Ausstattung und hervorragenden DJs bekannt. Entspannen lässt sich nicht nur entlang von Weißer Elster, Pleiße und Parthe, sondern auch wunderbar an den zahlreichen Seen (und Strandbädern) im Umland.

Städtereisen in Deutschland: Große Auswahl, große Überraschungen

Auch 25 Jahre nach dem Mauerfall gibt es im Osten und Westen Deutschlands touristische Perlen zu entdecken. Neben klassischen Touristenzielen wie der Hamburger Reeperbahn, dem Zwinger in Dresden, dem Holstentor in Lübeck oder dem Bauhaus in Weimar und Dessau sind es vor allem die unbekannteren Stadtteile, das unentdeckte Umland und eine kreative Szene, die Lust aufs Entdecken und Erleben machen. Und selbst bekannte Orte in ganz neuem Licht erstrahlen lassen.

Foto: Uwe Urbas – Fotolia

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