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Busreisen – das klingt zuerst einmal etwas angestaubt und wer wie ich als Kind den Bus nehmen musste, um zur Schule zu gelangen, hat in diesem Zusammenhang häufig schlechte Erinnerungen. Kommt man vom Land, kennt man den Omnibus als einziges finanzierbares Verkehrsmittel, um seinen Heimatort zu verlassen, ohne von den Eltern abhängig zu sein. Als ich das 18. Lebensjahr vollendet hatte und mir ein Auto leisten konnte, beschloss ich, niemals wieder Bus zu fahren – betrachtet man diese Reiseform aber mal unvoreingenommen, stellt sie sich aber eigentlich doch als sehr bequem dar.

Ungeahnter Komfort

Die meisten Reisebusse großer Anbieter sind keine drei Jahre alt und bieten allen nur erdenklichen Komfort. Dabei muss der Kunde nicht wie im Flugzeug zwischen verschiedenen Klassen wählen. Im Bus fährt jeder in der 1. Klasse! Während man per Flugzeug irgendwann das Verkehrsmittel wechseln muss, um zum Zielort zu gelangen, fährt der Bus bis vor die Tür. Außerdem erlebt man die Reise aus einem Blickwinkel, den man sonst nicht kennt. Während man mit dem Auto ständig auf den Verkehr achten muss und im Flugzeug kaum etwas von der Landschaft sieht, hat man durch die erhöhte Sitzposition im Reisebus einen guten Überblick, während man in angenehmer Geschwindigkeit durch die Lande reist.

Unkomplizierte Reisebedingungen

Lange Wartezeiten gibt es nicht. Die Abfertigung, der Start und die Ankunft verlaufen wesentlich unkomplizierter als im Flugverkehr. Durch einen allgemein hohen Konkurrenzdruck werden unzählig viele Reiseziele zu extrem günstigen Preisen angeboten. Eine Städtereise nach Paris beispielsweise ist bei vielen Busgesellschaften für gerade mal 40 Euro zu haben. Auch die Nutzung von Mobiltelefonen ist bei den meisten Anbietern kein Problem mehr. Viele Busse verfügen über eine Multimediaausrüstung, es spricht aber auch nichts dagegen, seinen eigenen Laptop oder Musikplayer mitzunehmen. Eine Beschränkung des Handgepäcks wie im Flugzeug gibt es nicht. Allgemein sind die Auflagen weniger pedantisch als im Flugverkehr, was der Sicherheit aber keinen Abbruch tut. Der Bus ist statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel.

Reisen mit Mehrwert

Bei entsprechender Reiseleitung werden unterwegs nützliche Tipps zu allen auf dem Weg liegenden Sehenswürdigkeiten gegeben – und auch der Umweltschutz kommt nicht zu kurz. Die CO²-Emmisionen im Busverkehr sind gegenüber dem Auto um 80 Prozent geringer. Mit ein bisschen Geselligkeit muss man allerdings leben können, denn die Innenarchitektur der Busse ist nicht nur sehr offen gestaltet, sondern viele Busreisende sind auch sehr kommunikativ. Wie bei so vielem gilt: Wer sich ganz darauf einlässt, hat am meisten Freude.


IMG: th-photo – Fotolia

 
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