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Kreta ist – so das Klischee – nicht mehr als ein roter Felsen im Mittelmeer, auf dem man sich braten lässt und wo maximal kitschige Liebesromane mit Titeln wie „Sturm der Liebe“ ihre Handlung stattfinden lassen. Dabei bietet Kreta dem Griechenland-Liebhaber eine ganz eigene Mischung von gutem Wein, schönen Menschen und südländischem Klima. Natürlich sollte man nicht in der Touristensaison fahren, dann sind die Strände überlaufen, mit ein bisschen Glück erwischt man jedoch einen Zeitabschnitt außerhalb der Hochsaison, in dem es noch warm ist.

Im Hochsommer ist es sowieso unerträglich heiß in Kreta, ich bin da mal mit hängender Zunge unter glühender Sonne über einen Weinberg gekrochen und wünschte mir, eine Schnecke zu sein, damit die Weinblätter Schutz spenden…

Wenn Sie sich das ersparen und vielleicht zwei Monate früher hinfahren, treffen Sie die mit Sicherheit freundlichsten Menschen innerhalb des europäischen Raumes.

Die Griechen tun alles etwas langsamer als wir, aber sie lächeln auch viel öfter und sind gleichzeitig sehr stolz auf ihr Land. Wer möchte, kann sich für ein Entgelt durch die Weinkeller der Bauern führen lassen: Bei einer Weinverkostung werden Sie sicherlich auf ihre Kosten kommen, nicht zuletzt weil es da zum guten Ton gehört, mit jedem der Weinbauern mindestens ein Glas zu leeren.

Ob Sie gutes Essen lieben, unter Sternenhimmel mit Weinglas am Strand liegen wollen oder lieber auf den Spuren der Antike wandeln und Ruinen besuchen wollen – auch ohne Reiseführer werden Sie in Kreta ganz sicher fündig werden! Unsere Hotelmanagerin hat uns beispielsweise erstmal einen halbstündigen Vortrag darüber gehalten, wo man am besten essen ginge, welche Sehenswürdigkeiten sich in der Nähe befinden usw. Natürlich war der Restaurant-Chef ihr Neffe, aber das Essen war toll. Also – einfach ein bisschen Entdeckergeist zeigen und Kreta kann sehr viel Spaß machen.

 
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