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Wer genug von den Kanaren hat und auch Mallorca bis zum letzten Winkel erkundet hat, für den bietet sich vielleicht die Insel Malta an. Die in der Nähe von Sizilien gelegene Insel bietet fast das ganze Jahr über ein wunderbares Klima und ist durch die weitestgehend aus Steinstränden bestehenden Buchten noch nicht von Touristen überlaufen, wenn man sich die richtigen Orte aussucht. Denn wen es nördlich von Mellieha an die Buchten zieht, der wird sich in Touristenhochburgen wiederfinden, da sich hier die klassischen Strandurlauber sammeln.

Ruhige Städte und hohe Kirchendichte

Wer etwas abseits des Trubels sein möchte, der kann sich in der Hauptstadt Valletta ein schönes Hotel suchen und muss jetzt auch nicht befürchten, in einer völlig überfüllten Stadt zu landen. Die Hauptstadt Maltas ist gerade einmal 1500 mal 800 Meter groß und sehr überschaubar. Wer auf Malta unterwegs ist, muss auch nicht unbedingt auf einen Leihwagen zurückgreifen, denn die Insel ist berühmt für ihre alten Busse, die sich überall auf der Insel finden lassen. Der Transport ist recht günstig und man kann eigentlich nicht auf Malta Urlaub machen, ohne einmal mit einem solchen Bus gefahren zu sein. Durch gute Fahrtzeiten kommt man mit den Bussen schnell von Stadt zu Stadt und kann sich die ganzen Sehenswürdigkeiten anschauen. In Form von über 300 Kirchen, alten Festungsanlagen oder Tempelanlagen aus der Steinzeit bietet die Mittelmeerinsel dem Interessierten einiges an:

  • Die Rotunda von Mosta ist ein richtiger Blickfang. Mit 39 Metern Durchmesser bietet sie die drittgrößte freitragende Kuppel der Welt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie während eines Gottesdienstes von einer Fliegerbombe durchschlagen, der allerdings nicht explodierte. Eine Kopie der Bombe ist ausgestellt.
  • Malta dient sehr häufig als Filmkulisse und wer sehen möchte, wo der Popeye Realfilm gedreht wurde, der kann das Popeye Village in der Anchor Bay besuchen und auf einem echten Filmset herumlaufen. Denn die Kulissen sind heute ein Touristenmagnet und wurden damals nicht abgebaut.
  • Eine Quasi-Sehenswürdigkeit sind die Luzzus, die traditionellen Fischerboote der Insel, welche auch heute noch wegen der Touristen in Betrieb sind. Die farbenfrohen Boote erinnern an phönizische Schiffe und mancher Fischer hat auch umgeschult und bietet Reisenden Fahrten an.
  • Das Hypogäum von Hal-Saflieni ist ein unterirdischer Tempel, der lange Zeit nicht besichtigt werden konnte. Die gut 6000 Jahre alten Tempelanlagen können in kleinen Gruppen besichtigt werden, eine frühe Anmeldung ist hier wichtig.
  • Wer die Hauptstadt Valletta besucht, sollte beim Fort St. Elmo vorbeischauen, hier findet sich die Geschichte der Belagerung Maltas im Zweiten Weltkrieg und die echte Bombe, welche durch die Kuppel der Rotunda von Mosta fiel, ist hier auch ausgestellt.

Großbritannien ist allgegenwärtig

Eine vollständige Liste der Sehenswürdigkeiten würde zu viel Platz wegnehmen. Das Bild der gesamten Insel ist übrigens sehr britisch (bis auf das Wetter), schließlich war Malta britische Kronkolonie, bevor man zunächst 1964 unabhängiges Mitglied des Commonwealth wurde und 1974 auf die Queen als Staatsoberhaupt verzichtete und stattdessen zu einer Republik wurde. Verbunden ist man immer noch, neben Maltesisch ist Englisch Amtssprache. Und auch bei einer bestimmten Gruppe Engländer ist Malta sehr beliebt: Den Wettanbietern. Wer sich bei Wettmax informiert, bevor er seinen Tipp abgibt, kann bei seinem Buchmacher ja einmal nach ganz unten scrollen. Dann stellt man fest, dass aufgrund von Steuervorteilen ein hoher Prozentsatz seine Geschäfte auf Malta abwickelt. Inzwischen sind es so viele Wettanbieter, dass sich fast schon eine Themenreise anbieten würde, die über die ganze Insel führt.

Foto: Public Domain

 
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