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Obwohl Mumbai das wirtschaftliche Zentrum Indiens ist, herrscht dort eine große Kluft zwischen Arm und Reich. Mehr als 40 Prozent der Einwohner leben in Slums und verfügen nicht über Strom und fließendes Wasser.

Gateway to India in Mumbai

Die Stadt Mumbai, welche bis 1996 noch unter dem Namen Bombay bekannt war, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Maharashtra in Indien. Sie ist mit knapp 12,5 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt und bildet das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Wirtschaftsmetropole ist für Indien ein Sinnbild des wirtschaftlichen Aufschwungs, ähnlich wie Shanghai für China. Nach aktuellen Schätzungen wird in Mumbai die Bevölkerungszahl im Jahre 2015 so weit angestiegen sein, dass lediglich Tokio noch mehr Einwohner zählt.

Sehenswürdigkeiten in Mumbai

Die Metropole hat natürlich weitaus mehr zu bieten als riesige Bürogebäude, denn sie ist mit zahlreichen Museen, Theatern und Galerien auch Kulturzentrum Indiens.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit des Landes dürfte wohl das Gateway of India sein, es befindet sich im Stadtteil Colaba und wurde 1924 errichtet.
Ein weiteres imposantes Bauwerk ist der Chhatrapati Shivaji Terminus. Er gehört zu den größten Bahnhöfen der Welt und wurde vor acht Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Kulturfreunden sind besonders das Ghandi- und das Chatrapati Shivaji-Museum, sowie die Tempel Banganga, Babulnath und Jain zu empfehlen. Des Weiteren lohnt es sich den Elephanta-Höhlen einen Besuch abzustatten. Diese befinden sich auf einer Insel, welche nur von sehr wenigen Menschen bewohnt wird und stehen ebenfalls auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Das Angebot an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Mumbai ist sehr groß, nicht selten werden Touristen auf der Straße von Menschen angesprochen die sich selbst als „Guides“ bezeichnen. Sie versprechen die Urlauber an Orte zu bringen, welche man sonst nicht zu sehen bekommt, wie beispielsweise die Verbrennungsstätten der Hindus. Dort angekommen versucht man die Touristen dazu zu zwingen etwas zu spenden oder aber raubt sie gleich aus.

Aufgrund des ungleichen wirtschaftlichen Wachstums existiert ein enormer Unterschied zwischen Arm und Reich

Solche dubiosen Angebote sind nichts ungewöhnliches, wenn man bedenkt, dass in der Großstadt Mumbai nach wie vor ein hohes Maß an Armut, Analphabetismus und Unterernährung herrscht. Daher sollte man als Urlauber die üblichen Maßnahmen treffen, wie beispielsweise das Geld in einem Brustbeutel unterzubringen und teuren Schmuck nicht offensichtlich zur Schau stellen.

Da das wirtschaftliche Wachstum sehr ungleich ist, existiert ein enormer Unterschied zwischen Arm und Reich. Rund 40 Prozent der Bevölkerung Mumbais leben in Slums ohne fließendes Wasser und Strom und nicht selten in der ständigen Angst verjagt zu werden. Die Wohnungen für einkommensschwache Haushalte sind rar und die Infrastruktur ist schon lange nicht mehr für die Bedürfnisse der Millionen Einwohner ausgelegt. Da die Stadt zur Weltklasse aufsteigen möchte ist geplant in etwa 50 Millionen US-Dollar in die Stadtentwicklung zu investieren. Ob der Metropole dadurch jedoch auch die Integration der Armen gelingt ist jedoch nicht sicher. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch hierbei wie in den zahlreichen Bollywood Filmen ein Happy End gibt.

Foto: Fotolia, 20021976, mstanev

 
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