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Haben Sie schon mal von Pachinko gehört? Falls nein, keine Sorge, hierzulande kennt das Glücksspiel kaum jemand. Im asiatischen Raum, allen voran in der schrillen Megacity Tokio, ist Pachinko sehr beliebt. In Hunderten von Pachinko-Spielhöllen sitzen Japaner von jung bis alt vor leuchtenden Kästen und verfolgen viele kleine Metallkugeln auf ihrem Weg durch die Glückspielautomaten. Diese geben unaufhörlich klackernde Geräusche von sich, was zu einer extremen Geräuschkulisse führt.

Wenn Sie noch nie in Japan waren und eine Pauschalreise nach Tokio planen, sollte Sie bei Ihrem ersten Besuch unbedingt einmal Pachinko ausprobieren. Es gehört zum modernen Japan des einundzwanzigsten Jahrhunderts ebenso dazu wie Wolkenkratzer mit schrillen Reklametafeln, Cosplay, Karaoke und Hightech-Toiletten.

Glücksspiel in Japan

Glücksspiel ist in Japan ein heikles Thema, Spielsucht ein großes Problem. Grundsätzlich ist es aufgrund der mafiösen Machenschaften streng gesetzlich reglementiert und eigentlich verboten. Opulente Spielbanken wie in Deutschland, Monaco oder Macau gibt es nicht. Die Politik will sich allerdings vor dem Hintergrund der Olympischen Spiele 2020 in Tokio der Glücksspiel-Thematik weiter öffnen, um Glücksspieltouristen anzulocken und so die Wirtschaft weiter anzukurbeln.

In Deutschland kann man in der Spielbank, in Spielotheken oder bei Stargames-Online sein Glück versuchen. Selbstverständlich, dass auch Japaner ihr Glück finden wollen. Das tun sie in der Regel an Pachinko-Spielautomaten. Das erklärt auch den Trend für die Vielzahl an Spielhöllen – nach Schätzungen sind es über 1.000 Stück – in der Präfektur Tokio, die mit über 37,5 Millionen Einwohnern als größte Metropole der Welt gilt.

Pachinko: so funktioniert es

Mehr als 30 Millionen Japaner spielen Pachinko regelmäßig. In den beengten Pachinko-Hallen in den Vergnügungsvierteln Shibuya und Ginza stehen jeweils einige Dutzend knallig lackierte und hochkant aufgestellte Spielautomaten. Beim Kassierer kauft man Metallkügelchen, die in die Pachinko-Maschine gefüllt werden. Mit einem Hebel schießt man sie durch den Automaten, woraufhin sie durch ein Labyrinth aus Kanälen, Klappen und Hindernissen fallen. Einige wenige verirren sich in kleine Glückslöcher. Je nachdem wo sie hineinfallen, kommen mehr Kügelchen wieder hinaus, mit denen weitergespielt werden kann. Sie können am Ende gegen Sachpreise eingetauscht werden.

Bildquelle: Thinkstock, 469187653, iStock, SeanPavonePhoto

 
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