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Ein Urlaub in Tasmanien würde die meisten von uns in eine neue Welt entführen, denn hier leben Tiere und Pflanzen, die es so nirgendwo sonst auf der Welt zu bestaunen gibt.

Nicht umsonst sind bereits große Teile von Tasmanien in extra eingerichteten Naturparks unter besonderen Schutz gestellt worden. Nachdem im 19. und 20. Jahrhundert lange Zeit ein Raubbau an der Natur stattgefunden hatte, wendete sich vor etwa 40 Jahren endlich das Blatt. Nun ist der Umweltschutz und die Bewahrung dieses einzigartigen Lebensraumes eine der wichtigsten Aufgaben der Verantwortlichen vor Ort und internationaler Organisationen. So kann man Tasmanien als Tourist entdecken und sich auch mit der traurigen Geschichte ihrer Bevölkerung befassen.

Tasmanien: Ein besonderes Stück Australien

Tasmanien bildet mit der großen Hauptinsel und einigen kleinen, teils unbewohnten Eilanden einen eigenen australischen Bundesstaat vor der Südostküste des Festlandes. Von den etwas mehr als500.000 Einwohnergehört nur noch ein Teil zu den Nachfahren der Ureinwohner, die hier bereits vor 35.000 Jahren lebten. Mitte des 17. Jahrhunderts entdeckten europäische Seefahrer die Inselgruppe und 1803 begannen die Briten mit der Errichtung einer ersten Siedlung die Kolonisation Tasmaniens.

Damit begann das dunkelste Kapitel in der tasmanischen Geschichte, denn zwischen den Neuankömmlingen und den Ureinwohnern entbrannten schnell blutige Kämpfe um das Land und seine Schätze, bei denen die heimische Bevölkerung jedoch weit unterlegen war. Innerhalb von nur vier Jahrzehnten war sie nahezu vollständig ausgerottet oder deportiert worden. Und auch der Raubbau an der Natur nahm ein immer grauenvolleres Ausmaß an, bis in der Neuzeit schließlich die Proteste von Umweltschützern eine Wende einleiteten.

Urlaub in Tasmanien: Natur und Kultur entdecken

Heute sind etwa 40% der Landfläche von Tasmanien geschützt, doch es gibt noch viele wirtschaftlich interessante Gebiete, die weiterhin vom Raubbau bedroht sind. Im Schutzgebiet der UNESCO kann man mittlerweile jedoch in einer einzigartigen Landschaft Wandern und die Artenvielfalt der Insel in einem friedlichen Umfeld bewundern. Damit ist der australische Bundesstaat als Reiseziel vor allem für Naturliebhaber interessant, doch daneben gibt es auch jede Menge Kultur zu entdecken.

Abgesehen von der wechselhaften Geschichte kann man auch viel über das kulturelle Erbe Tasmaniens und Australiens lernen. In der Hauptstadt Hobart am Fuß des Mount Wellington beispielsweise erwarten Besucher zahlreiche Theater, Museen und Galerien zeigen traditionelles Kunsthandwerk der Aborigines ebenso wie moderne Malerei und Photographie. Auch der Botanische Garten, die Spielkasinos und der traditionelle Wochenmarkt am Salamanca Place laden zum Verweilen ein. Außerdem ziehen die jährlich im Dezember stattfindende Sydney-Hobart-Regatta sowie das MONA FONA Musikfestival Besucher aus ganz Australien und aller Welt an.