Über den Umgang mit Trinkgeld

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Da plant man eine Reise bis ins Detail, informiert sich über Gepflogenheiten des Landes, studiert die Sprache und sitzt schließlich in einem Café und muss feststellen, dass man nicht weiß, wie viel Trinkgeld gegeben werden soll. Schon im eigenen Land haben viele Deutsche Probleme wenn es um einen angemessenen Obolus geht, doch anderswo versagt der Spürsinn oft völlig.

Pauschal lässt sich sagen: Je nördlicher das Reiseziel, desto weniger Trinkgeld wird erwartet. Jedoch gibt es einige Ausnahmen. In Italien ist ein Trinkgeld oft völlig unüblich, allerdings hat man sich in den Tourismusmetropolen bereits daran gewöhnt, dass vor allem deutsche Touristen gewohnheitsgemäß zum Rechnungsbetrag etwas drauflegen. Aus Gewohnheit wird schnell Erwartung, vor allem wenn es sich um eine positive Erfahrung handelt.

In Frankreich und den USA, wo schon kleinere Beträge häufig per Kreditkarte bezahlt werden, ist auf vielen Rechnungsbelegen bereits ein Feld für eine Zusatzvergütung vorgesehen, 10 Prozent sind hier üblich. Doch auch andere Dienstleistungsbereiche kennen einen Obolus, so wird der Kofferträger mit ein bis zwei Euro entlohnt und die Empfangsdame sogar mit bis zu drei Euro. Wer mit dem Taxi anreist, sollte 10 Prozent auf den Fahrpreis aufschlagen, dann bekommt man oft auch noch die Koffer bis vor die Türe getragen.


Inhaber des Bildes: Frank Herrmann – Fotolia

 
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