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Heute habe ich eine gute Nachricht für alle, die ihre Pauschalreisen gerne im Internet selbst zusammenstellen: Die EU plant, ihre Pauschalreise-Richtlinie zu reformieren. Die über 20 Jahre alten Regelungen seien nicht mehr zeitgemäß, da sie zum Beispiel nicht greifen, wenn Verbraucher im Internet verschiedene Komponenten ihrer Reise von unterschiedlichen Anbietern individuell zusammenstellen, aber letztendlich ein Gesamtpaket buchen. Also zum Beispiel bei der Fluglinie auch gleich den Mietwagen bestellen und bezahlen. Damit hat man im Prinzip eine Pauschalreise gebucht, hat aber nicht dieselben Rechte wie ein „echter“ Pauschalurlauber.

Bisher ist es nämlich häufig so: Wenn etwas schief geht, also zum Beispiel kein passender Mietwagen bereit steht oder ein Anschlussflug ausfällt, schieben sich die Unternehmen gegenseitig die Verantwortung zu. Wer schon einmal Probleme hatte, bei Mängeln sein Geld zurück zu bekommen, weiß, wovon ich rede.

In Zukunft soll es möglich sein, die Reisekosten erstattet zu bekommen, sollte eins der an der Reise beteiligten Unternehmen Insolvenz anmelden. In Haftungsfragen soll dann EU-weit einheitlich der Reiseveranstalter zuständig sein. Bei eventuellen Beschwerden soll jedoch der Vermittler der Ansprechpartner sein. Außerdem soll es leichter sein, Reisemängel durch Preissenkungen berücksichtigen zu lassen, auch wenn keine materiellen Schäden entstehen, etwa bei nächtlichem Lärm. Wenn man die Reise kurzfristig doch nicht antreten kann oder möchte, weil im Zielland Unruhen oder Naturkatastrophen für Risiken sorgen, soll man die Reise zukünftig kostenfrei stornieren können.

Laut EU-Kommissarin Viviane Reding können die neuen Regelungen frühestens in ein bis zwei Jahren in Kraft treten.


Bild: Omid Mahdawi – Fotolia

 
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